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"Niemand soll zwischen den Institutionen verloren gehen!"

Im Herbst 2014 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Kreis Höxter unterzeichnet. Ziel dieser Vereinbarung ist, die Versorgung nicht ausbildungsreifer junger Menschen zu optimieren. Unter dem Motto „Niemand soll zwischen den Institutionen verloren gehen“ fand am 23. September 2015 ein Austauschtreffen von im Übergang Schule/Beruf tätigen Beratungskräften der kooperierenden Institutionen statt.

Austauschtreffen
Zu einem Austauschtreffen in der Aula des Kreishauses trafen sich die Beratungskräfte der verschiedenen Institutionen, die im Bereich Übergang Schule/Beruf tätig sind.

Die Zahl der Jugendlichen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Arbeitsagentur hat sich im Verlauf des letzten Jahres von etwa 540 auf 430 Personen reduziert. Rüdiger Matisz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Paderborn/Höxter, sieht in dieser Entwicklung keinen Grund sich auszuruhen und hält die Jugendberufsagentur für einen wichtigen Baustein zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit.

Der Geschäftsführer des Jobcenters Höxter, Martin Schoppmeier, unterstrich die Notwendigkeit von Transparenz über die Angebote im Übergang Schule/Beruf einerseits und intensiveren Informationsaustausch unter den beteiligten Institutionen andererseits. Gerhard Handermann als Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales beschrieb die Einrichtung der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgelegten Gründung von Jugendberufsagenturen als Gewinn für die Versorgung hilfebedürftiger junger Menschen.

Seit Anfang 2014 besteht auf strategischer Ebene eine Steuergruppe aus den Leitungen der beteiligten Institutionen. Die praktische Umsetzung geschieht in themenbezogenen Arbeitsgruppen. Organisation und Koordination dieser Gremien liegen bei einem Mitarbeiter der „Kommunalen Koordinierung“ des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Die Arbeitsgruppe „Angebotsstruktur“ hat alle Angebote im Übergang Schule/Beruf zusammengetragen, mit dem Ziel, im Kreis Höxter Doppelstrukturen abzubauen und bei Bedarf fehlende Angebote zu initiieren. Die Ergebnisse fließen in eine Übersicht ein, die zukünftig Schulen im Rahmen der Berufsorientierung und -beratung zur Verfügung stehen wird.

Das operative Tagesgeschäft der Kooperationspartner liegt in der individuellen Unterstützung von hilfebedürftigen Jugendlichen. Die Arbeitsgruppe „Fallkonferenzen“ hat Rahmenbedingungen und Handlungsabläufe für institutionsübergreifende Fallkonferenzen ausgearbeitet. Hierdurch wird eine Möglichkeit geschaffen, bei Bedarf die Kooperationspartner mit einzubinden und so eine umfassendere Betreuung ohne Zuständigkeitsgrenzen zu ermöglichen.

Das Austauschtreffen vom 23. September bot Beratungskräften der beteiligten Institutionen Möglichkeiten zum gegenseitigen Kennenlernen. Die lokal in den einzelnen Städten des Kreises tätigen Akteure konnten sich hierbei mit ihren Partnern der anderen Kooperationspartner austauschen. Kontrovers wurde an diesem Nachmittag ein Fallbeispiel für eine institutionsübergreifende Beratung in Form einer Fallkonferenz besprochen. Hierbei hat sich herausgestellt, wie wichtig für derartige Beratungen Transparenz und gemeinsame Absprachen untereinander sind.

Als nächste Schritte sind Austauschtreffen auf lokaler Ebene geplant, um so die Durchführung institutionsübergreifender Fallkonferenzen kreisweit zu etablieren.


Ansprechpartner:
Nicolaus Tilly
n.tilly@kreis-hoexter.de
Telefon: 05271 / 965 - 3616


Für Sie zuständig

Katrin Niemann
05271 / 965-3605
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