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Ausbildungsmarketing für die „Generation Internet“: Erfolgreiche Nachwuchsgewinnung muss die Eltern einbinden!

Am 20.05.2015 fand in der Aula im Kreishaus Höxter eine Fachveranstaltung für Ausbildungsbetriebe statt. Die Teilnahme von gut 50 Unternehmensvertretern nicht nur aus dem Kreis Höxter, sondern auch aus Bielefeld und den Kreisen Paderborn, Soest, Herford, Gütersloh und Minden-Lübbecke sowie aus dem angrenzenden Niedersachsen zeigt, wie wichtig dieser Aspekt für die Zukunft ist.

Umso erfreulicher ist es, dass Unternehmen im Kreis Höxter die Zeichen der Zeit erkannt haben und bereits neue Wege bei der Suche nach Auszubildenden gehen.

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von links: Marko Kieschnik (Egger Beschichtungswerk Marienmünster GmbH & Co. KG), Dominic Gehle (Abteilungsleiter Bildung und Integration Kreis Höxter), Claudia Jockisch (Abteilung Bildung und Integration Kreis Höxter), Anne Goeken-Schmidt (Goeken backen GmbH Bad Driburg), Bernd Potthast (Potthast & Sagel Elektroanlagen GmbH & Co. KG Marienmünster), Kreisdirektor Klaus Schumacher, Klaus-Peter Jansen (Projektmanager OstWestfalenLippe GmbH Bielefeld)

Generation Internet, Generation Y, Digitale Generation – diese Begriffe findet man immer wieder in den Medien. Auch provokante Aussagen wie „Fünf Trantüten sind heute gleich eine Generation“ werden da postuliert. Aber was steckt wirklich dahinter? Wie ticken die Jugendlichen heute?

Klaus-Peter Jansen von der OWL GmbH leitete die Veranstaltung mit einem sehr informativen und amüsanten Impulsreferat ein. Die Jugend hat sich durch die ständige Verfügbarkeit der neuen Medien geändert. Die Download-Wikipedia-Mentalität führt dazu, dass die Jugendlichen keinen Sinn im Lernen von Vorratswissen sehen, denn Wissen ist jederzeit über das Internet verfügbar. Zudem wird von den Jugendlichen in den sozialen Netzwerken alles mit einem Like versehen, was gefällt. Diese Gewohnheiten werden in andere Lebensbereiche, wie z. B. eine Ausbildung übertragen. Die Jugendlichen sind skeptisch gegenüber Erfahrungen und Anwendungswissen. Sie erwarten eine hohe Frequenz an Rückmeldung und Lob für ihre Arbeit. Aber: wenn man darum weiß, kann man damit umgehen.

Gleichwohl stehen traditionelle Werte bei den Jugendlichen nach wie vor hoch im Kurs. Gerade wenn es um die Berufsorientierung geht, wünschen sich die Jugendlichen Unterstützung ihrer Eltern. Und die sind auch gerne bereit, ihre Kinder zu unterstützen.

Dieses Potenzial sollten die Ausbildungsbetriebe nutzen und die Eltern bei der Suche nach einem passenden Auszubildenden einbinden.
Kann das funktionieren? Ja, einige Betriebe im Kreis Höxter gehen schon diesen Weg. Dabei sind nicht nur die ganz großen Betriebe Vorreiter.

Bernd Potthast von Potthast & Sagel Elektroanlagen GmbH & Co. KG aus Marienmünster hat in den letzten beiden Jahren am vom Kreis Höxter mit Kooperationspartnern initiierten Tag der offenen Betriebstür mit Elternbeteiligung teilgenommen. Er berichtete zusammen mit Claudia Jockisch vom Kreis Höxter von seinen Erfahrungen. Sein Fazit zur Einbindung der Eltern in die Berufsorientierung: immer wieder gerne!

Anne Goeken-Schmidt stellte die Strategien zur Azubi-Akquirierung von Goeken backen GmbH aus Bad Driburg vor. Hier werden die Eltern der Auszubildenden zu speziellen Elternveranstaltungen in den Betrieb eingeladen. Über den Abschluss des Ausbildungsvertrags hinaus werden die Eltern als Partner für die ganze Ausbildungszeit gesehen. Ihre Devise: Ausbildungsabbrüche mit allen Mitteln verhindern!

Marko Kieschnik, Ausbildungsverantwortlicher bei Egger Beschichtungswerk Marienmünster GmbH & Co. KG stellte anhand der Internetseite des Unternehmens dar, wie Egger die neuen Medien ganzheitlich nutzt und darüber sowohl Schülerinnen und Schüler, als auch Lehrkräfte und Eltern anspricht. Denn: die neuen Medien sind auch bei den Eltern schon angekommen!

Wie kann ich geeignete Auszubildende für mein Unternehmen finden? – Zu dieser Frage haben die drei Betriebe der Region Einblicke in ihre Strategien gegeben und gezeigt, wie sie insbesondere durch aktive Ansprache der Eltern Auszubildende gewinnen und binden. Natürlich ist das Nachahmen erlaubt!
 


 


Für Sie zuständig

Katrin Niemann
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